Illuminatenorden - Bruderschaft der Illuminaten

The Illuminati Order - since 1776 

DER ILLUMINATENORDEN - The Illuminati Order, since 1776

Der Illuminatenorden, eine Geheimgesellschaft mit Tradition

Der Illuminatenorden wurde am 1. Mai 1776 von dem Rechtsphilosophen Adam Weishaupt in Ingolstadt gegründet – mitten in der Zeit der Aufklärung, in einer geistigen Landschaft, die von der Suche nach Vernunft, Freiheit und Fortschritt geprägt war. Als Professor an der Universität Ingolstadt, die stark vom Einfluss der Jesuiten geprägt war, entwickelte Weishaupt die Idee eines Geheimbundes, der gegen religiösen Dogmatismus und für eine auf Vernunft gegründete Gesellschaft eintritt.

Der Orden nannte sich zunächst „Bund der Perfektibilisten“, wurde aber bald unter dem Namen „Illuminatenorden“ bekannt – abgeleitet vom lateinischen illuminatus, dem „Erleuchteten“. Ziel ist es, eine moralisch und geistig verbesserte Gesellschaft zu schaffen, in der Bildung, Gleichheit und Aufklärung an die Stelle von Aberglauben, absoluter Herrschaft und institutioneller Bevormundung treten sollten.

Am 1. Mai 1776 gründete Adam Weishaupt in Ingolstadt, Bayern, den Illuminatenorden. Inmitten der Aufklärung entstand er als geheimer Bund, um Vernunft, Freiheit und Humanität gegen Dogma zu fördern.

Adam Weishaupt (1748–1830), Jurist und Philosoph, war Professor in Ingolstadt. Er gründete 1776 den Illuminatenorden und verfolgte aufklärerische, antiklerikale Ideale.

Der Illuminatenorden einst und heute

Eine Geheimgesellschaft zum Guten, für freies Denken, ein freies und selbst bestimmtes Leben, in Frieden und Eintracht. 

Bereits wenige Jahre nach seiner Gründung stieß der Orden auf den Argwohn konservativer Kräfte in Bayern. Vor allem der bayrische Kurfürst Karl Theodor, der eine zentralisierte und absolutistische Politik verfolgte, sah in den Illuminaten eine staatsgefährdende Unterwanderung.

Die kritische Wende kam 1784, als es durch Denunziationen und die Beschlagnahmung von Dokumenten – u. a. beim verstorbenen Illuminaten Franz Xaver von Zwack – zu ersten Enthüllungen kam. Diese zeigten, dass der Orden über ein weitreichendes Netz verfügte und gezielt versuchte, Beamte, Professoren, Militärs und Adelige für die Ideale des Ordens zu begeistern.

Zwischen 1784 und 1785 erließ Karl Theodor mehrere Edikte, die zunächst geheime Gesellschaften untersagten und schließlich am 2. März 1785 den Illuminatenorden explizit verboten. Daraufhin wurde der Orden systematisch verfolgt, seine Archive beschlagnahmt, und seine Mitglieder verloren Ämter und Ansehen. Adam Weishaupt selbst wurde entlassen und floh ins Exil nach Gotha, wo er unter dem Schutz von Herzog Ernst II. lebte. 

Während der Orden in Bayern zerschlagen wurde, bestanden außerhalb Bayerns – etwa in Bonn – Strukturen weiter. Die Minervalkirche Stagira konnte unter dem aufgeklärten Kurfürsten Maximilian Franz unbehelligt bestehen und wurde später in eine scheinbar profane Lesegesellschaft überführt. In dieser Form überlebte der Orden im Verborgenen

Die Fortführung des Illuminatenordens in Essen und seine Verbindung zur Villa Hügel stellen ein besonderes Kapitel der modernen Ordensgeschichte dar, das lange im Verborgenen lag. Auf Grundlage der Konstitution und neueren Aktenstücke aus dem Archiv der Schottenloge „Zur starken Wehr im Westen“ ergibt sich folgendes historisch belegbare Bild:

Nach dem Verbot des Illuminatenordens in Bayern im Jahr 1785 zogen sich viele Mitglieder in die Verborgenen Strukturen zurück. Während im bayerischen Raum Repression herrschte, entwickelten sich in Bonn und Düsseldorf, bald auch in Duisburg und Essen neue Geheimzentren des stillen Wirkens. In Bonn etwa ging aus der „Minervalkirche Stagira“ im Jahr 1787 die Bonner Lese- und Erholungsgesellschaft hervorging – eine Tarnstruktur, die von aufgeklärten Kurfürsten geschützt wurde​.

Im 19. Jahrhundert verlagerte sich das Zentrum des Illuminatenordens zunehmend nach Essen. Dies geschah insbesondere durch die Beteiligung der Familie Krupp, allen voran Alfred Krupp (1812 - 1887) und sein Sohn Friedrich Alfred Krupp (1854–1902), der unter dem Ordensnamen Palaimon in den Orden aufgenommen wurde. Seine Aufnahme erfolgte in der Villa Hügel, dem Familiensitz der Krupps, in einem privaten Ritual durch einen Oberen namens Boethius (Friedrich A. Hammacher).

Friedrich Alfred Krupp, der Präfekt Palaimon

Friedrich Krupp betrachtete den Orden als eine moderne Mysterienschule, die an die alten Weisheitstraditionen Ägyptens anknüpfen sollte. Er verstand ihn als eine „Geheimuniversität der Aufklärung“, mit dem Ziel, durch Wissenschaft und Philosophie zur Verbesserung der Menschheit beizutragen.

Nach Friedrich Krupps Tod 1902 ging der Illuminatenorden einige Jahre später in die Obhut der Schottenloge „Zur starken Wehr im Westen“ über, die von Mitgliedern des Illuminatenordens 1913 unter der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ in Essen konstituiert wurde.

Die Johannisloge der Essener Freimaurer

Unter den Gründungsmitgliedern der ersten Essener Johannis-Freimaurerloge "Alfred zur Linde" waren auch mehrere Illuminaten. Einer von ihnen war Richard Eichhoff, ein Enkel des Bonner Illuminaten Johann Joseph Eichhoff, der später auch Meister vom Stuhl der Essener Freimaurerloge wurde. Wie es zu dieser Zeit üblich war, gründeten die Illuminaten innerhalb der Johannisloge eine Minervalkirche, die sie nach derjenigen Johannisloge benannten, in welcher die Illuminaten wirkten. Die Minervalkirche "Alfred zur Linde" wurde intern unter der Bezeichnung "Mk AzL" geführt. Innerhalb der Loge gab es einen inneren Kreis von Illuminaten, der bis 2016 fortbestand.

Die Schottenloge in Essen

Die Schottenloge "Zur starken Wehr im Westen" im Orient Essen erhielt am 3. Mai 1913 als delegierte Schottenloge der Allgemeinen Altschottischen Loge das Stiftungspatent vom Altschottischen Direktorium der Großen National-Mutter-Loge "Zu den drei Weltkugeln" erteilt. Als delegierte Schottenloge wurde sie unter der 3WK-Matrikel Nr. 272 geführt. Als im Jahr 1935 die gewaltsame Auflösung der Freimaurerlogen durch die Nazis erfolgte, wurde die Schottenloge unmittelbar durch das Schottische Ordenskapitel verwaltet und aufrechterhalten. Seit dieser Zeit arbeiten die Freimaurer der Schottenloge "Zur starken Wehr im Westen" unter der Konstitution des Illuminatenordens. 

Die Zweigstellen des Illuminatenordens

Im Illuminatenorden bezeichnet die Minervalkirche (Ecclesia Minervae) die organisatorische und spirituelle Gemeinschaft der Mitglieder in der sogenannten Minervalklasse. Der Begriff leitet sich von Minerva, der römischen Göttin der Weisheit, ab.

Die Minervalkirche ist keine Kirche im religiösen Sinne, sondern ein Versammlungs- und Wirkungsort für Illuminaten, die sich der Verbreitung aufklärerischer Ideen widmen. Jede dieser „Kirchen“ fungiert als ein lokaler Zirkel des Ordens – vergleichbar mit einer Loge in der Freimaurerei – und wird von einem Oberen geleitet.

Kontakt zum Illuminatenorden

Für weitere Informationen und um mehr über unseren Orden zu erfahren, kannst Du Kontakt mit uns aufnehmen. 

Illuminatenorden
Kanzlei des Schottischen Ordens-Kapitels (SOK)
Schottenloge "Zur starken Wehr im Westen" i. Or. Essen

Postadresse

Kanzlei SOK
(Büro im Hinterhaus)
Weidkamp 5
45355 Essen
Deutschland
 

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Die historischen Illuminaten-Dokumente

Veröffentlichte Handschriften und andere Dokumente

Minervalkirche in Bonn (Stagira)
Sammlung der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn: Link zur Dokumentensammlung.

Die Minervalkirche in Düsseldorf (Triconium) gehörte zu den ältesten Niederlassungen der Illuminatenordens am Rhein. In Duisburg (Pelopia) gründete sich die erste Minervalkirche im Ruhrgebiet. In Essen (Picenum) und Kettwig (Nemeta) waren zunächst zu wenig Illuminaten um eine Minervalkirche zu gründen. Schließlich, als der Ordenssitz unter Alfred Krupp nach Hügel (Alexandria) verlegt und 1859 die Freimaurerloge "Alfred zur Linde" in Essen gegründet wurde, entstand auch in Essen (Picenum) eine Minervalkirche. (Link zu: Quellen zur Geschichte des Rheinlandes im Zeitalter der französischen Revolution, 1780-1801)

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